Wie können wir unsere Städte widerstandsfähiger machen und gleichzeitig die biologische Vielfalt stärken? Antworten auf diese drängenden Fragen gibt die Ausstellung „Klimaresilienz & Biodiversität – Von der Krise zur Lösung“, die vom 10.04.2026 bis 24.04.2026 im Pop-Up-IGA-Store in Gelsenkirchen (Bahnhofstr. 69 | 45879 Gelsenkirchen) stattfindet.
Unsere gebaute Umwelt trägt durch Versiegelung, hohen Ressourcenverbrauch und monotone Freiräume erheblich zum Verlust natürlicher Lebensräume bei. Gleichzeitig verschärfen Klimawandel und Artenrückgang die Belastung urbaner Räume und gefährden wichtige Ökosystemleistungen. Architektur und Stadtplanung sind daher mehr denn je gefordert, Verantwortung zu übernehmen – und aktiv Teil der Lösung zu werden.
Die Ausstellung zeigt anhand konkreter Projektbeispiele und fundierter fachlicher Hintergründe, wie integral gedachte Konzepte aus Architektur, Landschaftsplanung und Technik resiliente Lebensräume schaffen können. Begrünungskonzepte, Regenwassermanagement, klimaangepasste Planung und intelligente Infrastruktur werden als zentrale Bausteine für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung vorgestellt.
Sowohl zur Vernissage am 10.04.2026 als auch zur Finissage am 24.04.2026 findet jeweils ab ca. 16:00 Uhr ein rund 1,5-stündiger fachbereichsübergreifender Vortrag statt. Im Anschluss besteht bei Getränken Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Diskussion.
Neben inspirierenden Praxisbeispielen erhalten Besucherinnen und Besucher wertvolle Impulse, wie sich das eigene Umfeld – auch im privaten Bereich – aktiv und klimaresilient gestalten lässt.
Ein lohnender Termin für alle, die sich für nachhaltige Architektur, Biodiversität und die Zukunft unserer Städte interessieren.


Ein Jahr im Naturgarten
NABU-Webinar-Reihe des NABU-Landesverband Baden-Würtenberg
ab 19. März jeden dritten Donnerstag im Monat
Von Frühblühern und den ersten Hummelköniginnen über sommerliche Hitze bis in den kargen Herbst: Erfahren Sie in acht Terminen, was Sie in Ihrem Garten für die Artenvielfalt tun können. Jeder Termin widmet sich einem Schwerpunkt-Thema mit konkreten Tipps zum Gärtnern und Beobachten. Kein Vorwissen nötig und kein Garten ist zu klein! Der Einstieg ist zu jedem Termin möglich.
Informationen und Anmeldung: www.MenschNatur.org/webinar
Ob bei der Planung eines naturnahen Beets, beim Bestimmen unbekannter Pflanzen oder beim Entdecken spannender Tierarten – digitale Anwendungen können heute wertvolle Begleiter im Gartenalltag sein. Sie verbinden fundiertes Fachwissen mit einfacher Bedienung und machen es leicht, ökologische Zusammenhänge besser zu verstehen. Mit wenigen Klicks oder einem schnellen Foto liefern Apps wie NaturaDB, Flora Incognita oder ObsIdentify hilfreiche Informationen zu Pflanzen, Tieren und Pilzen – von Standortansprüchen über ökologische Bedeutung bis hin zu Bestimmung und Dokumentation. So unterstützen sie dabei, den eigenen Garten bewusster, artenreicher und insektenfreundlicher zu gestalten und gleichzeitig die heimische Natur besser kennenzulernen.
Wer ist ökologisch wertvoll und wer nicht? NaturaDB unterstützt bei der Einordnung
Die NaturaDB-App ist eine Pflanzendatenbank, die tausende Wild- und Gartenpflanzen sowie ihre Eigenschaften und Ansprüche beinhaltet. Die App unterstützt dabei, Pflanzen für den Garten zu finden, die zum jeweiligen Standort und den eigenen Wünschen passen. Die zahlreichen Filtermöglichkeiten sind dabei eine große Hilfe: Viele Parameter wie Pflanzenart, Blütenfarbe, Wuchshöhe, Herkunft und Pflegeaufwand ermöglichen eine gezielte Auswahl. Auch zahlreiche Standortbedingungen sind vorab wählbar: So lässt sich etwa nach Vorort-Bedingungen wie Sonne oder Schatten, trockenem oder feuchtem Boden oder Nährstoffreichtum filtern.
Das Besondere, warum die App gerade für Naturbegeisterte geeignet ist, ist ihr Fokus auf Pflanzen, die ökologisch wertvoll sind. NaturaDB zeigt an, ob eine Pflanzenart Wildbienen und anderen Insekten Nahrung bietet, ein gutes Vogelschutzgehölz ist und vieles mehr. Auch ob die Pflanze heimisch oder gebietsfremd ist, ist in den Informationen zur Pflanze zu sehen. Bei invasiven Arten wie zum Beispiel dem Kirschlorbeer wird darauf hingewiesen, dass diese Art die Natur schädigt, indem sie die Artenvielfalt bedroht, und nicht gepflanzt werden sollte. Stattdessen werden heimische Alternativen vorgeschlagen, wie in diesem Fall der Eingriffelige Weißdorn oder der Rote Hartriegel.
Eine weitere nützliche Funktion der App ist die Möglichkeit, mit NaturaDB Pflanzen bestimmen zu lassen, die du zuvor fotografiert und hochgeladen hast. So kannst du herausfinden, welche Pflanzen überhaupt in deinem Garten wachsen und für welche Lebewesen sie nützlich sind. So kann die App ein spielerischer Ansporn für dich sein, den ökologischen Nutzen in deinem Garten nach und nach zu steigern und ihn immer mehr zu einem Ort der Artenvielfalt werden zu lassen.
Die Plattform ist übersichtlich aufgebaut und leicht zu bedienen. Auf lange Fachtexte wird verzichtet, sodass die Informationen gut verständlich sind und Lust auf die naturnahe Gestaltung des Gartens machen. NaturaDB ist geeignet für alle, die ein Stück Fläche vom Pflanzkübel bis hin zur großen Grünfläche (um-)gestalten möchten und dabei auch noch der heimischen Natur und Artenvielfalt etwas Gutes tun wollen.
Die App ist empfehlenswert, weil sie die oft schwierige Pflanzenwahl vereinfacht und man dabei zusätzlich noch eine ganze Menge lernen kann.
NaturaDB ist kostenlos und kann hier heruntergeladen werden. Als Internetversion ohne App ist sie auch zu nutzen: www.naturadb.de
Flora Incognita – Pflanzen bestimmen, speichern und Arteninfos finden
Eine weitere empfehlenswerte App zur Bestimmung von Pflanzen aller Art ist Flora Incognita.
Du findest im Wald, im Garten oder am Wegesrand eine Pflanze, die du nicht kennst? Fotografiere mit der App die Merkmale der dir noch unbekannten Pflanze: ihre Blüte, falls vorhanden, außerdem ihre Blätter und natürlich die gesamte Pflanze. In Sekundenschnelle werden dann die Pflanzenart und die Genauigkeit der bestimmten Art angezeigt. Oft reicht der App sogar schon ein einzelnes Foto, um mit fast hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit die richtige Art anzuzeigen. Auch falls die Fotos nicht optimal geworden sein sollten oder die Pflanze keine ausgeprägten Merkmale aufweist, schlägt Flora Incognita eine Liste möglicher zutreffender Arten vor. Mit mehr als 30.000 Pflanzenarten in der Datenbank ist fast jede Pflanze, die man in Deutschland oder auch anderswo findet, dabei. Jede Pflanzenart enthält einen Steckbrief und genaue Fotos der Pflanze, wodurch man viel Neues über unbekannte Arten lernen kann. Beispielsweise Infos zur Verbreitung, Giftigkeit und Schutzstatus lassen sich so einfach finden.
Ein nützliches Merkmal der App ist die Möglichkeit, Beobachtungen zu speichern, wahlweise mit oder ohne Standort der Aufnahme. Auch wenn man einmal kein Internet hat, kann man die Fotos speichern und zuhause mit der App bestimmen.
Flora Incognita ist kosten- und werbefrei und kann hier heruntergeladen werden.
ObsIdentify – Tiere, Pflanzen und Pilze bestimmen und hochladen
ObsIdentify ist eine weitere App, um Pflanzen, Tiere und Pilze zu bestimmen. Ähnlich wie Flora Incognita funktioniert sie mithilfe eines KI-Systems, das mit Bildern trainiert wird. Auch hier ist die Benutzung denkbar einfach: ein Foto machen, bestätigen und fertig: Die zutreffendste Art wird angezeigt, manchmal auch eine Liste von möglichen Arten. Die Bestimmung lässt sich nun bestätigen und mit dem Standort hochladen, sodass man sie jederzeit noch einmal aufrufen kann und all seine Beobachtungen gebündelt an einem Ort hat. Außerdem können die Daten für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden, wodurch jede*r zu einem besseren Verständnis der Natur beitragen kann.
Wichtig: Die App erkennt keine Haus- und Gartenpflanzen, nur wildlebende Pilz-, Tier- und Pflanzenarten. Dafür lässt sie sich in ganz Europa und der Niederländischen Karibik zuverlässig nutzen!
Eine motivierende App-Funktion ist die Möglichkeit, an Challenges teilzunehmen, beispielsweise bestimmte Pflanzengruppen zu fotografieren. So wird man dazu inspiriert, draußen genau hinzuschauen und macht ganz bestimmt faszinierende neue Entdeckungen in der Natur.
Auch ObsIdentify ist kostenfrei und kann hier heruntergeladen werden.
Essen/Kleve, Juni 2025 – Im neuen YouTube-Video der Plattform gardify® präsentiert Dr. Markus Phlippen (Gardify) das Projekt „Insektenfreude – mit regionalen Wildpflanzen“. Gemeinsam mit Ortrun Heine von der NABU-Naturschutzstation Niederrhein und Lehrer Tobias Dobratz vom Berufskolleg Essen‑Ost stellt er praxisnah vor, wie aus intakten Lebensräumen für Insekten auch kleine Schutzinseln in Schulhöfen entstehen können.
Nachdem Auszubildende vom Berufkolleg vor drei Jahren schon an ihrer Schule verschiedene Beete mit regionalen Wildpflanzen angelegt haben, ging es nun um die Weitergabe theoretischem und praktischen erlangtem Wissen. Die angehenden Gärtnerinnen und Gärtner zeigen den Realschüler*innen der Helene-Lange-Realschule, wie Beete vorbereitet werden müssen und wie man kleinste Insektenschutzgebiete pflanzt und erklären unterdessen, warum regionale Wildpflanzen so wertvoll sind.
Link zum Video auf Youtube.
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Ein Naturgarten ist ein kleines, vielfältiges Ökosystem, das vielen heimischen Pflanzen und Tieren Lebensraum bietet.
Auch kleine Naturoasen in deinem Garten oder auf deinem Balkon sind wertvolle Bereiche für Insekten und andere Tiere. Lass dich überraschen, wer plötzlich alles bei dir summt und brummt, wenn du naturgemäß gärtnerst!
Hier findest du Gestaltungsideen und Tipps zur Pflege.
Naturgemäßes Gärtnern zeichnet sich unter anderem durch den Verzicht auf Pestizide, mineralischen Dünger und Torf aus. Stattdessen gibt es mehr Natur: einheimische Pflanzen, Einsatz von pflanzlichen Stärkungsmitteln, Jauchen und Kompost, Förderung natürlicher Gleichgewichte und Ausnutzung von Mischpflanzungen.
Auch Ecken mit Totholz, tote Stängel und Laubhaufen sind wichtig für Insekten und andere kleine Tiere. Sie bieten Verstecke und Überwinterungsmöglichkeiten. Dabei müssen diese Ecken nicht "wild" aussehen, sondern können gut gestaltet werden.
Und wenn der Nachbar doch mal kritisch guckt, einfach ein Schild aufstellen:
„Das ist kein ungepflegter Garten, sondern ein 1A-Insektenschutzgebiet!
Verschiedene Naturgarten-Bereiche – und wie du sie anlegen kannst:
Klimafreundlich gärtnern – was du in deinem Garten fürs Klima tun kannst:
Diese tollen Kurz-Videos vom Youtube-Kanal des NABU geben euch einen schönen Einblick:
Besonders zu empfehlen für alle Insektenfreunde
Wo „nicht bienengefährlich“ draufsteht, ist doch oft Bienengefährliches drin!
Tests auf Gefährdung von Bienen berücksichtigen nur, wie viele Bienen getötet werden. Beispielsweise führen die Neonicotinoide – eine verbreitete Klasse von Spritzmitteln gegen Insekten – zu Gedächtnisverlust. Die Bienen finden nicht zu ihren Nestern zurück. Warum das so verheerend ist und wie diese „nicht bienengefährlichen“ Spritzmittel Bienen und andere Arten töten, erfährst du in diesem Interview mit dem Bienenforscher Prof. Menzel: https://baden-wuerttemberg.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/insektensterben/23739.html
Gefüllten Blüten = Hungerblüten:
Sie sehen prachtvoll aus, doch was unser Auge erfreut, ist für Insekten so nützlich wie eine Plastikblume, nämlich gar nicht! Bei gefüllten Blüten wurden die Pollen liefernden Staubblätter weggezüchtet und gegen Blütenblätter getauscht. Sie bieten in der Regel auch keinen Nektar mehr.
Insekten werden durch die herrlichen Farben angelockt, finden aber keine Nahrung!
Wenn du das weißt, wirst du sie sicher anders wahrnehmen. Schönheit liegt im Auge des Betrachters.
Anders als exotische und viele nichtheimische Pflanzen benötigen regionale Wildpflanzen kaum Pflege. Sie sind ja von hier! Sie sind daran angepasst, wild – d. h. ohne menschliche Pflege – in unserer Region zu leben. Wenn sie am geeigneten Standort stehen, musst du so gut wie nichts tun. Gieße sie während sommerlicher Trockenperioden. Das war es schon. Abgetrocknete Stängel kannst du vorsichtig entfernen, wenn sie dich stören. Lass aber auch einige stehen. Die trockenen Halme dienen Insekten oft als Verpuppungsort und Überwinterungsquartier.
Und wenn sich sogenannte Schädlinge breit machen? Zuerst einmal: Ein Garten mit Blattläusen und angeknabberten Blättern ist ein gesunder, da giftfreier und lebendiger Garten. „Schädling“ ist eine sehr subjektive Bezeichnung. Marienkäfer lieben Blattläuse. Meisen und andere Singvögel auch! Ohne Gift werden sich in deinem naturnahen Garten auch die natürlichen Gegenspieler einstellen und ein Gleichgewicht entsteht.
Wenn du dieses Gleichgewicht fördern und deine Pflanzen fit machen möchtest, findest du hier Tipps zu Stärkungsmitteln, Jauchen, Kompost und wie du sogenannte Nützlinge in deinen Garten holst.
Du möchtest klein anfangen und suchst Ideen für die Gestaltung einzelner Elemente mit Wildpflanzen oder du möchtest gerne noch ein paar gestalterische Hingucker in deinen Garten einfügen? Hier gibt es Ideen von Schmetterlingsspirale bis Hochbeet.
Wenn du mit naturnahem Gärtnern beginnst, kannst du zunächst auch nur eine Ecke deines Gartens oder Balkons umgestalten.
Es gilt nicht „alles oder nichts“, sondern jeder noch so kleine Schritt in Richtung naturgemäßes Gärtnern ist gut!
Tolle Beispiele und Anregungen findest du hier:
PS: Wenn du schon etwas Erfahrung hast, kannst du deine Wildpflanzen so auswählen, dass du von Frühjahr bis Herbst Blüten bietest. Gerade der Sommer ist für Wildbienen und andere Blütenbesucher oft Hungerzeit.
Wenn du Efeu hast, dann freu dich: Er blüht noch spät im Jahr und liefert Nektar und Pollen – allerdings erst ab einem Alter von ca. acht Jahren.
Wie alle Tiere benötigen auch Insekten Überwinterungsorte: An abgeblühten Stängeln, unter Laub, in Totholz und anderen „wilden“ Ecken. Hier überdauern sie meist als Ei, Larve oder Puppe. Nur bei wenigen Arten, wie zum Beispiel Zitronenfalter oder Hummeln, überwintern erwachsene Tiere. Biete ihnen diese Plätze.
Auf deinem Balkon kann ein kleines Wildpflanzen- und Insektenparadies entstehen. Auch auf wenig Platz und selbst im 8. Stock in der Stadt kann es bei dir blühen und summen.
Hier erfährst du, worauf es ankommt und wo die Unterschiede sind zum Gärtnern im Garten. Auch Gestaltungstipps und Links zu bestehenden Naturbalkonen fehlen nicht.
Es gibt eine richtige Bewegung zu naturnahem Gärtnern auf dem Balkon. Lass dich von anderen inspirieren und tausch dich mit ihnen aus.