Mit knapp 2.000 Anmeldungen war die Webinar-Reihe „Insektenfreude – mit regionalen Wildpflanzen“ ein beeindruckender Erfolg. Jede Anmeldung ermöglichte die Teilnahme an vier Fachvorträgen – und schon beim ersten Termin zeigte sich, wie groß das Interesse am Thema Biodiversität ist: Rund 1.000 Teilnehmende waren live dabei. Besonders bewegend war der Blick in den Chat zu Beginn der Veranstaltungen. Sobald der Zugang freigeschaltet war, begrüßten sich die Teilnehmenden mit freundlichen Nachrichten und verrieten, woher sie zugeschaltet waren – aus Berlin, München, Hamburg, Hannover, Dortmund, Düsseldorf, Köln, Leipzig, Tübingen und vielen weiteren Städten und Regionen Deutschlands. Selbst aus Bern, Zürich, Wien, der Bretagne und Norwegen erreichten uns Grüße. Diese lebendige, wertschätzende Atmosphäre sorgte für echte Gänsehaut-Momente.
Realisiert wurde die Reihe in enger Kooperation mit dem Landesverband GaLaBau NRW, der insbesondere bei Anmeldeprozessen und technischer Umsetzung maßgeblich unterstützte. Mit drei Servern und eigenem YouTube-Kanal wurde eine stabile Infrastruktur geschaffen, die einen reibungslosen Ablauf ermöglichte. Zudem werden die aufgezeichneten Vorträge allen Angemeldeten Mitte März als Download zur Verfügung gestellt.
Inhaltlich bot die Reihe ein breites Spektrum rund um naturnahe Gestaltung und zukunftsfähige Pflanzenverwendung. Den Auftakt machte Sacha Sohn mit praxisnahen Impulsen zur naturnahen Flächengestaltung und konkreten Tipps für mehr Biodiversität im eigenen Garten. Roland Günter beeindruckte mit einer multimedialen Reise durch die faszinierenden Wechselbeziehungen der Natur und zeigte eindrücklich, wie komplex selbst kleinste ökologische Zusammenhänge sind. Oliver Daxauer vermittelte fundiertes Praxiswissen zur Anlage von Teichen und Versickerungsgruben, während Ulrike Aufderheide darlegte, welche Pflanzen und Gehölze angesichts der Klimakrise zukunftsfähig sind – und unterstrich dabei die besondere Bedeutung regionaler Wildpflanzen als derzeitigen „Goldstandard“.
Ein zentrales Qualitätsmerkmal der Webinare war der intensive Austausch: Rund 30 Minuten der insgesamt zwei Stunden waren pro Veranstaltung ausschließlich für Fragen reserviert. Die zahlreichen Beiträge aus dem Chat wurden gebündelt und ausführlich beantwortet – ein Angebot, das von den Teilnehmenden besonders positiv hervorgehoben wurde. Die große Resonanz spiegelte sich auch in vielen persönlichen E-Mails im Nachgang wider, verbunden mit konkretem Interesse an Kooperationen und dem Wunsch nach einer Fortsetzung der Reihe.
Die überwältigende Beteiligung und die engagierten Rückmeldungen zeigen deutlich: Das Thema bewegt. Das Projekt „Insektenfreude – mit regionalen Wildpflanzen“ trifft einen Nerv und leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Biodiversität – fachlich fundiert, praxisnah und getragen von einer wachsenden Gemeinschaft engagierter Menschen.