Klein, aber oho: Wie das Taubenschwänzchen den Weg in unsere Gärten findet

| 21. Mai 2025
Taubenschwänzchen fliegend Otto de Zoete
Taubenschwänzchen fliegend Otto de Zoete

Zum Verkaufsstart der kleinsten der kleinsten Insektenschutzgebiete Deutschlands

Kleine Flächen, große Wirkung: Die kleinsten Insektenschutzgebiete Deutschlands sind jetzt wieder im  Handel erhältlich. Sie schaffen Nahrung und Lebensraum für heimische Insektenarten – nachhaltig und standortgerecht. Ein praktischer Beitrag zum Artenschutz, der in jedem Garten und auf jedem Balkon möglich ist.

Kleve, Mai 2025 – Ein Schmetterling bunt schillernd, flink und elegant wie ein Kolibri – das Taubenschwänzchen ist nicht nur ein faszinierender Anblick, sondern auch ein Sinnbild dafür, was möglich ist, wenn wir heimische Wildpflanzen wieder in unsere Gärten, auf Balkone oder öffentliche Flächen holen. Mit dem Verkaufsstart der kleinsten Insektenschutzgebiete Deutschlands wird der Natur- und Artenschutz greifbar – im wahrsten Sinne des Wortes. Unter dem Motto „Insektenfreude – mit regionalen Wildpflanzen“ arbeitet die NABU-Naturschutzstation Niederrhein gemeinsam mit lokalen Partnern an einer Initiative, die in ihrer Form bundesweit besonders wertvoll ist: In ausgewählten Gartencentern und Verkaufsstellen werden ab sofort regionale Wildpflanzen angeboten.
„Die Menschen sehnen sich nach mehr Natur – auch in der Stadt“, erklärt Projektleiterin Ortrun Heine. „Doch vielen ist nicht bewusst, wie einfach es sein kann, einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Die Insektenfreude-Wildpflanzen verwandeln selbst kleinste Flächen in lebenswichtige Inseln für Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer und Vögel – und mit etwas Glück zieht auch ein Taubenschwänzchen ein.“
Ob auf dem Balkon, im urbanen Innenhof oder auf kommunalen Grünflächen – jede dieser Flächen bietet, naturnah gestaltet, Nahrung, Nistplätze und Überwinterungsmöglichkeiten für zahllose Insekten. Die Wildpflanzen stammen dabei ausschließlich aus regionaler, nachhaltiger Produktion und sind optimal auf die Bedürfnisse heimischer Tierarten abgestimmt.
„Im Gegensatz zu exotischen Zierpflanzen, die meist keinen ökologischen Wert für unsere heimische Tierwelt haben, sind regionale Wildpflanzen wahre Multitalente“, führt Heine weiter aus. „Sie bilden das Rückgrat einer funktionierenden Natur vor unserer Haustür – und holen das bunte Summen und Brummen zurück. Und damit ziehen auch weitere Tiergruppen wie Amphibien und Vögel in unsere Gärten ein. “Zu erkennen sind sie an den Insektenschutzgebiet-Schildern und den ausführlichen Infomaterialien. Jeder Topf ist dabei ein kleines Schutzgebiet für heimische Arten – einfach mitzunehmen, einfach einzupflanzen. Die Projektmitarbeiterinnen hoffen auf viele Nachahmer, denn: Jeder Quadratmeter zählt. Und jeder Garten – ob groß oder klein – kann ein Teil der Lösung sein.

Weitere Informationen und teilnehmende Verkaufsstellen unter:
www.insektenfreude.de

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