Rainfarn

Wuchshöhe 100 – 130 cm
Blütezeit Juli - September
Standort sonnig auf mäßig feuchten, nährstoffreichen, humosen Böden. Er wächst jedoch auch im Schatten und auf fast allen Böden, außer im Sumpfbeet.
Lebensdauer bildet Ausläufer, mehrjährig

(Tanacetum vulgare)

Obwohl sein Name etwas anderes vermuten lässt, gehört der Rainfarn zu den Korbblütlern (Asteraceae) und nicht zu den Farnen. Die krautige Pflanze lässt sich durch ihre gefiederten Blätter und die kleinen, gelben Blütenkörbchen, die in einem Blütenstand nah beieinander stehen, gut identifizieren.

Besonders beliebt ist der Rainfarn in der Insektenwelt durch sein reichhaltiges Angebot an Nektar und Pollen. Seine Blütenform macht den Pollen leicht zugänglich.
Einige Insekten-Arten sind nahezu ausschließlich auf dem Rainfarn zu finden, darunter der Rainfarnmönch (Cucullia tanaceti), der Reinfarn-Schildkäfer (Galeruca tanaceti) oder die Rainfarn-Weichwanze (Megalocoleus tanaceti). Etliche weitere Arten nutzen ihn als Futter- oder Wirtspflanze.

Pflanzen: Den Rainfarn kannst du von Frühjahr bis Herbst pflanzen.

Pflege: Er braucht keine besondere Pflege. Da er es leicht feucht mag, solltest du ihn allerdings im Sommer bei Trockenheit regelmäßig bewässern.

Schon gewusst? Da der Rainfarn die giftige Substanz Thujon enthält, hilft sein Sud im Garten gegen Blattlausbefall auf anderen Pflanzen. Hierfür wird ein Aufguss aus den Pflanzenteilen hergestellt.

Buckel-Seidenbiene

Größe 7 – 9 mm
Flugzeit Juni – August

(Colletes daviesanus)

Obwohl diese Bienen seidig weich ausschauen, leitet sich ihr Name vielmehr von ihrer Nestherstellung ab. Ihre Brutzellen kleiden sie nämlich mit einem Sekret aus, welches nach Aushärtung eine seidige Struktur erhält. Damit beugen sie dem Befall durch Bakterien und Pilze vor.

Auch wenn die Buckel-Seidenbiene solitär lebt, nisten oft hunderte Bienen der gleichen Art dicht beieinander. Die Brutzellen werden mit einem Gemisch aus Pollen und Nektar von Korbblütlern (Asteraceae) versorgt. Hierbei spielen besonders der Rainfarn (Tanacetum vulgare) und die Schafgabe (Achillea millefolium) eine große Rolle.

Da die Buckel-Seidenbiene noch relativ häufig zu beobachten ist, lohnt sich ein Blick auf den Rainfarn.

Lebensraum: Sand-, Kies- und Lehmgruben, Sandsteinbrüche, von Lösswänden durchzogene Feldfluren und Weinberge, Kahlschläge. Sie kommt jedoch auch im Siedlungsbereich vor.

Blüten: Die Buckel-Seidenbiene ist oligolektisch, d.h. sie ist ein Spezialist. Sie sammelt ausschließlich an Blüten aus der Pflanzenfamilie der Korbblütler (Asteraceae), und hier insbesondere am Rainfarn (Tanacetum vulgare) und an der Gemeinen Schafgarbe (Achillea millefolium).

Nistplatz: Sie gräbt ihre Nester in sonnige, sandige oder lehmige Steilhänge, in Siedlungen auch in weichere Mauerfugen. Bis zu 10 Brutzellen sind in einem Nest enthalten. An guten Niststellen sind häufig hunderte oder sogar tausende Nester nah beieinander.

Verwandtschaft: In Mitteleuropa gibt es 21 Seidenbienen-Arten, die sich teilweise sehr ähnlich sehen.

Schon gewusst? So wie die meisten Wildbienen, sticht sie nur, wenn ihr eigenes Leben durch Zerdrücken bedroht ist. Ihr Stich ist für uns Menschen jedoch nicht sonderlich schmerzhaft, manchmal kommt der Stachel nicht einmal durch unsere Hautschicht hindurch.